Mittwoch, 15. Dezember 2010

Abflug.

Uns droht eine Welt.

Wir wollen uns befreien.


Die Lust wird zum Befehl:

Sei nicht allein!

Heut Nacht will ich nicht alleine sein.



Es droht eine Welt.

Wird er uns befreien?


Es leuchtet ein Befehl -

Wir werden unendlich sein.



Das Ganze, ja, ganz werden wir uns erheben.

Die Fessel wird Zaun, denn wir sind zusammen,

wir überleben.


Dann - schweben.


Ein Wandel, eines Tages Reich,

die Stadt liegt im Nebel,

leichtes fliegt, Schweres schwebt - was bleibt?


Wir sehen feurige Rosengärten.

Wir glühen. In der Kälte.

Die Nacht ist vorbei.

Es naht die Frühe.

Lass mich nicht allein.



Die Nacht wird zum Tag,

zu zweit sind wir allein.


Er hats nicht geschafft -

er kann uns nicht befreien.


Zurück in die Welt.

Zurück.


Die Fesseln des Alltags

und Zeit wird zum Stück.


Am Ende der Anfang,

und ewiglich gleich


Dein Wort als mein Blickfang.

Dein Wille - mein Reich.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Alte Fragen

Was ist Philosophie? Sie ist Dokumentation. Von was? Vom Leben. Welche Stellung hat die Philosophie? Sie ist ein Beiprodukt des Lebens. Man könnte nun auch "Beiprodukt des Seins" sagen, doch dieser Begriff ist leer - kein Mensch kann sich darunter etwas vorstellen. Was ist das gute Leben? Selbstverwirklichung. Was ist das Selbst? Vor allem eines: jedem sein eigenes. Das Dasein ist das Seiende, dem es in seinem Sein um dieses selbst geht. Dasein ist leben, und zwar so, dass es darin um das eigene Leben geht. Sich selbst verwirklichen heisst: das eigene Selbst sein; heisst: so zu leben, dass ich mich verwirkliche. "Verwirklichen", darin steckt: Wirkung. Ich habe nur dann ein erfülltes Leben, wenn ich das, was in mir, in mir selbst, vorgeht, in die Welt setze. Zum Beispiel ausspreche, was ich denke. Zum Beispiel Stellschrauben so setze, dass meine Träume wirken, das heisst, Wirklichkeit werden. Das kann einen Beruf zur Folge haben, der viel Geld abwirft. Das kann zur Folge haben, dass ich nur so viel arbeite, wie ich brauche, um meine Grundbedürfnisse an Konsum zu befriedigen, um meinem Selbst Nährboden, das ist Freizeit, also Zeit, die frei ist, die keinen objektiven Zweck hat, zu geben. Das kann heissen, mir das Leben anzueignen - denn zeitgleich mit meinem Leben ist das Leben Milliarden Anderer. Und, wie schon Schopenhauer zeigte, ist der Andere mir zwar mittelbar, im (Mit-)Leiden jedoch auf unmittelbare Art gegeben. Das Leben der Anderen wird dann wichtiger als das Eigene, wenn das eigene Selbst keine Wirkung entfaltet.

Welche Stellung hat also Wissen? Wissen ist ein Beiprodukt des bewussten Lebens. Welche Stellung hat die Philosophie? Sie ist die Kunst, diese Liebe zum Leben, deren Beiprodukt das Wissen ist, in eine Form zu bringen. Allgemeingültigkeit ist die Forderung eines entselbsteten Gedanken. Die Welt ist alles, was der Fall ist. Der Fall ist, am grundlegendsten, dass nur ich ich bin. Und ich gehöre mir.

Sonntag, 4. Juli 2010

Neulich in der Vorlesung "Philosophie der Neuzeit II"...

... ging es um Troeltsch, dessen Begriff von richtiger Gemeinschaft, es ging um Kommunitarismus versus Liberalismus, um Polemik, "Lebenstiefe der Person" und "andersartige Formung des Strebens nach Freiheit und Würde" - letztere Zitate sind von Ernst Troeltsch, und sind Aspekte, die seiner Ansicht nach das Wesen des Deutschen ausmachten. Es ging in der Vorlesung darum, ob sich das Individuum an der Gesellschaft orientiert - oder eben nicht, ob es eben "isoliert" ist. Aber was heißt denn "isoliert"?


„Da müssen Sie schon auf die Insel gehen – und wo kriegt man da Zigaretten?“

Prof. Dr. phil. (und M.A. auch) Hans-Peter Schütt am 29.06.2010

Sonntag, 27. Juni 2010

Es ist so vieles leichter, wenn Du sprichst -

der rechte Moment. Doch Du ...

... Du wagst es einfach nicht. Wagst nicht,

Dich zu erheben, wagst nicht, deinem Leben

auch nur etwas

von dieser

Schwingung

mit

zu geben.