Freiheit muss man nicht kaufen, noch bezahlen oder mit sonst etwas aufwiegen. Aber: Freiheit kommt auch nicht von selbst. Die Freiheit, von der ich rede, ist Lebensqualität. Sie stellt sich ein, wenn man sich der Beschränkungen bewusst wird. Mit Bewusstwerdung ist nicht nur der Denkprozess gemeint, sondern auch das Umsetzen ins Leben. Wenn ich zum Beispiel weiss, dass mir gewisse Nahrungsmittel unzuträglich sind, so ist das Wissen darum das Eine. Das Andere, das Wichtige, ist, dass ich dieses als Grenze erkenne. Nein, nicht die Erkenntnis ist das entscheidende, sondern: Ich muss mein Leben auf meine Art leben. Gut leben! Wenn mir also etwas unzuträglich ist, dann streiche ich es aus meinen Möglichkeiten. Welch Ballast fällt dann ab!
Das Zuträgliche macht die Lebensqualität, und das wahre, umgesetzte Wissen über meine Schranken ermöglicht erst echte, rechte Freiheit. Was diese ist kann kein Mensch sagen. Wir können sie aber suchen. Während dieser Suche sind wir frei, und machen Erfahrungen. Wie schön, dass wir auf dieser Welt nicht alleine sind, sondern Andere zum Austausch haben! Kommunikation ist unwahrscheinlich, dies zugegeben. Und Freiheit ist es auch. Allein: der Mensch hat alle Möglichkeiten, diese Ideen zu verwirklichen. Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder besser: Wer nichts versucht, wird nichts erlangen.
Freiheit nun ist Lebensqualität, und kommt nicht von allein. Sie erfordert auch keine Arbeit! Sie erfordert Bewusstwerdung. Die alten Weisen wussten darum Bescheid. Das Problem ist nun, dass es keine Patentlösung fürs Lebensqualität gibt - und kein Wort hat es je geschafft, den Menschen glücklich zu machen. Das kann nur der Andere, indem er spricht, handelt und lebt. Indem es Menschen gibt, die sich die Köpfe über altes Wissen zerbrechen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es einen unter ihnen gibt, der uns erklären kann, wie sich die alten Weisen das gedacht haben. Und dieser eine wird auch wahrlich Wissen, dass Wissen nicht vom Lesen, sondern vom Leben kommt.
In der Bewusstwerdung steckt ein Prozess. Kein Mensch kann je sein Leben abschliessen, und wenn er es tut, dann spricht man von Tod. Das Leben hat eine endliche Fülle, die sich ins unendliche zergliedert. Die Möglichkeiten sind vielfältig, jedoch ist es immer ein Konkreter, der Diese, Jene oder eine Andere ergreift. Und dieser Konkrete bin immer nur ich! Also auch Du, der du diese Zeilen liest. Vielleicht ist das hier langweilig, vielleicht ist es nicht neu, vielleicht ist es falsch. Allein: Es ist ein Versuch.